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       Karate im BUDOKAN

       Eine Erläuterung über das Karate, wie es im BUDOKAN betrieben wird

       Karate Do ( der Weg der leeren Hand ) ist mehr als nur Wettkampf, Sport oder Freizeitbeschäftigung. Heutzutage unterscheiden wir weltweit zwei Strömungen. Zum Einen wird Karate ausschließlich als Sport und ohne philosophischen Hintergrund betrieben, zum Anderen übt man sich im Karate Do als geistige und körperliche Form der Meisterung des eigenen Selbst. 

Bei uns liegt der Schwerpunkt im Studium der Kata, deren Anwendung ( Bunkai ) und Selbstverteidigung. Es werden keine Bretter oder Ziegelsteine zerschlagen, auch die allgemein bekannten Kampffilme haben wenig zu tun mit der Realität, mit
dem Training, wie wir es gestalten.
Weiterhin stellt sich auch nicht die Frage welches ist das bessere Karate, oder welche Kampfkunst ist die optimale.
Eine Kampfkunst ist immer nur so gut wie die Person, die sie ausübt. Jeder Übende muss für sich selbst herausfinden, welche Art des Trainings zur eigenen Persönlichkeit, den körperlichen Fähigkeiten und Neigungen passt. Wir versuchen in unserem Training sowohl Karate als Sport zu betreiben, sowie auch als vielfältige, lebensbegleitende Kampfkunst.

DOJO KUN

Do = Weg, Pfad

Jo = Ort, Standort

Kun = Anweisung

Auf die Darstellung der japanischen Knji ( Schriftzeichen ) wird hier verzichtet.

DOJOKUN bedeutet also: Anweisung für den Ort des Weges

SAKUGAWA KANGA hat vermutlich die noch heute gültigen Regel, die sich bis zu BODHIDARMA und das Shaolin Kloster zurück verfolgen lassen können, für das TODE in Okinawa aufgestellt.

Jede der 5 klassischen Regeln beginnt mit HITOSU, was soviel heißt wie EINS und endet mit KOTO, was wörtlich Sache, Ding, Ereignis, Umstand, Erfahrung, bedeutet. Die Schriftzeichen sagen also aus: ES IST WICHTIG, salopp ausgedrückt: SACHE IST. Die Reihenfolge der Regeln stellt dabei keine Wertigkeit dar.

In vielen traditionellen Dojo`s wird die DOJOKUN nach dem Training vom ranghöchsten Schüler laut und bestimmt vorgesagt und die anderen wiederholen den Text ebenso laut und kräftig. So wie die Techniken durch ständiges Training perfektioniert werden, sollen sich die Regeln auch im Geist der Übenden festsetzen.

Regel 1 bezieht sich auf das Verhältnis zu sich selbst:

Hitotsu! Jin kaku kansei ni tsutomeru koto!

Beachte! Bemühe Dich stets Deinen Charakter zu vervollkommnen!

Regel 2 bezieht sich auf das Verhältnis zur Welt:

Hitotsu! Makoto no michi o mamoru koto!

Bewahre den Geist der Aufrichtigkeit!

Regel 3 bezieht sich auf das stete Bemühen und Streben des Menschen in seinen Lebenszielen

Hitotsu! Doryoku no seishin o yashinau koto!

Beachte: Übe mit Ausdauer, damit Du Deine Ziele erreichst!

Regel 4 betrifft Höflichkeit und Etikette, Verhaltensformen, die man beachten sollte, um von seiner Umwelt akzeptiert und verstanden zu werden.

Hitotsu! Reigi o omonzuru koto!

Ehre die Prinzipien der Etikette!


Regel 5 bezieht sich auf gewaltloses HandelnHitotsu!

Kekki no yû o imashimuro koto!

Verzichte auf Gewalt!

Es ist auch wichtig, sich vor begeistertem Heldentum zu hüten.Dojokun von Gichin Funakoshi

Gichin Funakoshi ergänzte das Dojokun seines Lehrers Anko Azato durch zwanzig eigene Grundsätze, die für mich wichtigsten habe ich herausgehoben:

Karatedo wa rei ni hajimari, rei ni owaru koto o !

Karate beginnt und endet mit Respekt!“

Karate ni sente nashi!

„Im Karate gibt es keinen ersten Angriff!“ Hier meint er: kein böswilliges Handeln, keine Provokation

Karate wa gi no tasuke!

„Karate ist Helfer der Gerechtigkeit!“

Mazu jiko o shire, shikoshite tao wa shire!

Erkenne dich selbst zuerst, dann den Anderen!“

Gijutsu yoi shinjutsu!

Intuition ist wichtiger als reine Technik!“

Kokoro wa hanatan koto o yosu!

Lerne deinen Geist zu kontrollieren und befreie ihn dann!Wazawai wa getai ni shozu!

„Unglück geschieht meist durch Nachlässigkeit!“

Dojo no mino karate to omou na!

„Karate ist nicht nur im Dojo!“

Karate no shugyo wa issho de aru!

„Die Ausübung des Karate geht ein Leben lang!“

Arai-yuru mono o karatek wa seyo, soko ni myo mi ari!

„Verbinde alles was du tust mit Karate, das ist der Zauber der Kunst!“

Karate wa yu no goto shi taezu netsudo wo ataezareba moto no mizu ni kaeru! „Wahres Karate ist wie heisses Wasser, das abkühlt, wenn Du es nicht beständig wärmst!“

Katsu kangae wa motsu na makenu kangae wa hitsuyo!

Denke nicht ans Gewinnen, doch denke darüber nach, wie Du nicht verlierst!“

Tekki ni yotte tenka seyo!

„Wandle dich, abhängig vom Gegner!“

Tattakai wa kyo-jitsu no soju ikan ni ari!

„Ein Kampf verläuft immer so, wie du Kyo (Körper und Geist ungeschützt) und Jitsu (Körper und Geist geschützt) einsetzt!“

Hito no te ashi wo ken to omou!

„Stelle Dir vor, Deine Hand und Dein Fuß seien ein Schwert!“

Danshi mon o izureba hyakuman no tekki ari!

„Wenn du dein Zuhause verlässt, machst du dir viele Feinde!“

Kamae wa shoshinsha ni ato wa shizentai!

„Das Einnehmen einer Haltung gibt es beim Anfänger, später gibt es den natürlichen Zustand!“

Kata wa tadashiku jissen wa betsu mono!

„Kata muss korrekt geübt werden, im Kampf ist das eine andere Sache!“

Chikara no kyojaku; Karada no shinshuku; Waza no kankyo wo wasaruna!

Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles verbunden mit der richtigen Atmung!“

Tsune ni shinen kufu seyo!

„Denke immer an Kufu (die Regeln), lebe und befolge sie jeden Tag!“